Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Tour durch Privatisierung, Aufwertung und Verdrängung (Demo-Route Teil 1)

Die Demonstration, mit der der Aktionstag Berlin von unten! eingeläutet wird, führt durch verschiedene Kieze, die Tatort des Ausverkaufs unserer Stadt sind. Das wollen wir hier kurz vorstellen (erstmal Kreuzberg und Neukölln – Friedrichshain und Mitte folgen noch). Vielleicht kommt manchen angesichts dessen ja noch eine spontane Aktionsidee für den morgigen Tag.

Kottbusser Tor

Die Häuser des Sozialen Wohnungsbaus auf der Südseite des Kottbusser Tors sind ein Beispiel für regelmäßige Mieterhöhungen, die die Mieter_innen an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten bringt. Sie sind im Eigentum der privatisierten GSW (mittlerweile mit Genehmigung des Senats an der Börse notiert) oder von Fondsgesellschaften, verwaltet von der Hermes Hausverwaltung AG. Viele Leute wohnen seit Jahrzehnten dort, und drohen nun, oft bereits Rentner_innen, durch steigende Mieten aus ihrem Hause heraus verdrängt zu werden. Viele Mieter_innen haben sich in der Initiative Kotti & Co zusammengeschlossen und bereiten einen Mieterhöhungsstreik vor.

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Interview Reboot.fm

Berlin von unten! im Radio: Für eine Wahl-Sondersendung von Reboot.fm auf dem freien Radio 88,4 interviewte einen Aktivisten zum Aktionstag am Wahltag. Anschließend gab es eine Parteienrunde im Studio mit Bergpartei/Überpartei, Piraten, Die Partei und APPD.

Die Sendung ist nachzuhören auf Soundcloud.

Lesestoff
Außerdem gibt es bei Indymedia einen ausführlichen Artikel zum Aktionstag Berlin von unten!

Infopunkt am Sonntag

Der Infopunkt von Geschichte wird gemacht! betreibt das Wochenende über jeweils von 12 bis 19 Uhr ein Infotelefon:

Infotelefon 12 – 19 Uhr
0157 – 872 10 777

Darüber werden am Sonntag auch Neuigkeiten vom Berlin von unten!-Aktionstag zu erfahren sein.

Der Infopunkt von Geschichte wird gemacht!, der das Telefon betreibt, liegt im Mehringhof, Gneisenaustraße 2a.

Die eigene Stimme wiedergewinnen

Die vielen neuen Kiezinitiativen und die Mietenstopp-Demo haben gezeigt, dass stadtpolitisch jenseits der Parteien und Parlamente einiges in Bewegung ist. Warum nicht am Wahltag deutlich machen, dass wir die unsoziale und undemokratische Stadtpolitik nicht weiter so hinnehmen werden?

Der Aktionstag am Wahltag

Als Auftakt gibt es um 14 Uhr ab Kottbusser Tor eine Demonstration durch von kommerzieller Inwertsetzung betroffene Kieze, vorbei an privatisierten Orten und Räumen, die nach Wiederaneignung schreien.
Danach beginnt die Kür: Leere Häuser beleben, Gärtnern im öffentlichen Raum, innerstädtisch zelten, die Wiederaneignung privatisierter Flächen, unangemeldete Partys, Flash-Mobs – Stadt selber machen eben. Nebenbei Nazis, Rassisten und Sozialchauvinisten zeigen, dass sie hier auf entschiedenen Widerstand treffen. Und zum Ausklang des Tages bieten sich diverse Wahlpartys dazu an, gegen den Strich zelebriert zu werden.

Info-Abend am Dienstag

So langsam kriegen wir einiges an Interesse am Berlin von unten!-Aktionstag zu spüren. Plötzlich viele Leute, die mit vorbereiten wollen. Klasse. Mal sehen wie viele zur Infoveranstaltung auftauchen:

Diens­tag, 13. Sep­tem­ber
19:30 Uhr Meu­te­rei, Rei­chen­ber­ger Str. 58

Der Ak­ti­ons­tag am 18.9.: Warum das Ganze? Was ist der Stand der Pla­nung? Wie kann der Ak­ti­ons­tag noch un­ter­stützt wer­den?

Zwei Tage drauf dann großer Bastelabend: Schilder, Banner, Wimpel und was wir sonst noch für den Aktionstag gebrauchen können.

Donnerstag, 15. September
Ab 18 Uhr in der NewYorck im Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a

Am besten noch Pappen und Stöcker mitbringen, zumindestens erstere sind je gerade im Übermaß zu finden.